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Frankreich setzt in Erfurt auf Veronique Mang


Frankreich
[22.06.2005] Die erst 20-jährige Sprinterin Veronique Mang könnte bei der Europameisterschaft U23 in Erfurt (14. bis 17. Juli) zur Erfolgsgarantin in der französischen Mannschaft werden. Wenn die hoch eingeschätzte Staffel-Olympia-Dritte an ihre Bestzeiten über 100 und 200 Meter (11,24/22,92 sec) heranläuft, wird sie nämlich im Steigerwaldstadion ein gewichtiges Wort um die jeweiligen Titel mitreden.

Vor zwei Jahren musste sie sich bei der U20-EM in Tampere noch mit Silber begnügen. Damals war über 100 Meter die Bulgarin Ivet Lalova schneller. Diesmal werden sich die Wege de beiden allerdings nicht kreuzen, denn die Bulgarin fällt nach einem Beinbruch für Erfurt aus, so dass die schnellbeinige Französin, die bei den Olympischen Spielen in Athen auch zu einem Einzelstart über 100 Meter kam, noch mehr in die Rolle der Mitfavoritin schlüpfen kann.

Der französische Verband kündigte in der U23-Nationalmannschaft für die kontinentalen Titelkämpfe neben Veronique Mang, die voraussichtlich gemeinsam mit Lina Jacques-Sébastien den Kern einer schnellen Sprintstaffel bilden wird, noch das Kommen weiterer Hoffnungsträger an.

Einige Medaillenkandidaten

Dazu gehören vor allem der Sprinter Eddy De Lépine, auf den Mittelstrecken Elodie Guegan und Kevin Hautcoeur, die Stabhochspringer Jérôme Clavier und Charles Andureu, letzterer setze sich erst am letzten Wochenende bei der DLV-Junioren-Gala in Mannheim als Sieger in Szene, sowie der Zehnkämpfer Nadir El Fassi als Zweiter der Junioren-WM 2002 in Kingston.



Charles Andureu bei seinem Sieg in Mannheim
(Foto: Gantenberg)

Sie treten ein nicht einfaches Erbe an. Vor zwei Jahren gehörte Frankreich bei der U23-EM in Bydgoszcz mit insgesamt neun Medaillen, davon vier Gold und vier Silber, zu den erfolgreichsten Nationen.

Litauische Hoffnung - ÖLV-Trümpfe

Bei der U23-EM kann man außerdem eine große Hoffnung aus Litauen kennenlernen. Die erst 20-jährige Viktorija Zemaityte wird im Siebenkampf Medaillenansprüche anmelden. Die mit 1,84 Metern hoch aufgeschossene Athletin machte bereits im letzten Jahr in Grosseto (Italien) als Silbermedaillengewinnerin bei der Junioren-WM auf sich aufmerksam und möchte nun einen weiteren Podestplatz folgen lassen. Damit wird sie auch zur Gegenspielerin der stark eingeschätzten deutschen Mehrkämpferinnen.

Die ersten Top-Athleten hat auch der österreichische Verband für die U23-EM angekündigt. Aus der Alpenrepublik werden sich Daniel Spitzl (1.500m), Jennifer Schneeberger (Sprint), Marie Elisabeth Maurer (100m Hürden) und Veronika Watzek (Diskus) nach Thüringen aufmachen, um dort eine gute Rolle zu spielen. (fc)