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Mehrkämpfer feiern ihre Steigerwald-Party



(Foto: Gantenberg)
[16.07.2005] Die Mehrkämpfer sorgten am Freitag zum Ende der ersten zwei Wettkampftage bei der Europameisterschaft U23 in Erfurt für ein buntes Bild. Die Siebenkämpferinnen gingen Hand in Hand, gefolgt von den Zehnkämpfern, die sich in den Armen lagen, auf die gemeinsame Ehrenrunde, um sich selbst zu feiern und von den Zuschauern mit Standing Ovations gefeiert zu werden.

„Das war cool, dass wir einmal zusammen auf der Ehrenrunde waren“, sagte der Berliner Marian Geisler, der vor der Haupttribüne mit einer Salto-Einlage noch einen Sonderapplaus bekam. „Wir müssen ja auch Turnen trainieren und außerdem mache ich mit dem Franzosen Nadir El Fassi öfter mal so einen Spaß“, erklärte der hyperaktive Hauptstädter den Showpart.

Selbst bei den Mehrkampf-Meetings ergibt es sich selten, dass beide Mehrkampflager zur selben Zeit fertig werden und sich im Ziel gegenseitig in die Arme fallen können, um dann auf die Ehrenrunde, die eigentlich obligatorisch ist, zu gehen.

Gigantisch

„Das war gigantisch“, sagte die deutsche Siebenkampf-Zweite Lilli Schwarzkopf (LC Paderborn), die auch lobte, dass sich die Verantwortlichen für so eine zeitliche Anordnung entschieden hatten. „So waren wir zusammen fast in einem Wettkampf, sonst sehen wir die Zehnkämpfer oft gar nicht.“


Mehrkämpfer auf der Ehrenrunde
(Foto: Gantenberg)

Sie feierten jetzt zusammen, ganz besonders und mittendrin das holländische Lager, das den Siebenkampf-Erfolg von Laurien Hoos in vollen Zügen genoss. Auf den Schultern wurde die neue Titelträgerin getragen, auf die Ehrenrunde ging es mit der niederländischen Fahne. Auch die deutsche Nationalflagge, die italienische und sogar die ungarischen Farben waren auf der letzte Runde der zwei einträchtigen Mehrkampftage auszumachen.

Fahne vergessen

Nur das russische Siegerduo Alexej Drozdov und Alexej Sysoyev war zu erschöpft von den abschließenden 1.500 Metern, so dass die russische Fahne, die eigentlich schon bereitlag, auf der Tribüne blieb. „Wir haben das verschlafen“, gestand Alexej Drozdov, der erklärte, dass eine solche Ehrenrunde der Mehrkämpfer auch in Russland üblich sei.

Zwei Tage gemeinsam gekämpft, am Ende gemeinsam gefeiert. Das Mehrkampflager hat auch in Erfurt gezeigt, wie sehr zehn oder sieben Einzeldisziplinen, die man gemeinsam bestreitet, doch zusammenschweißen.

“Ein Riesending“

So fanden die Titelkämpfe am Freitagabend einen ersten, sehr emotionalen Augenblick, der vielleicht auch der emotionalste, zumindest, was das Gemeinschaftsgefühl betrifft, bleiben könnte.

Marian Geisler fasste sein Zehnkampf-Erlebnis mit passenden Worten zusammen: „Das war ein Riesending!“
 (fc)