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Drittes U23-EM-Gold für Russland


Igor Yerokhin
(Foto: Kiefner)
[16.07.2005] Die russische Mannschaft hat am Samstagmorgen beim 20 Kilometer Gehen der Männer die Titelausbeute bei der U23-EM in Erfurt in der fünften Entscheidung bereits auf drei erhöht. Igor Yerokhin setzte sich in 1:23:14 Stunden durch und holte seine erste internationale Goldmedaille.

Der noch recht unbekannte russische Geher führte zunächst in einer Dreiergruppe mit seinem in der Schlussphase dann disqualifizierten Landsmann Vladimir Parvatkin und dem später drittplatzierten Weißrussen Nikolay Seredovich (1:23:56 h) die Konkurrenz an und besaß am Ende die Reserven, um sich entscheidend zu lösen.


Igor Yerokhin
(Foto: Kiefner)

„Ich glaube, ich kann diesen Erfolg erst realisieren, wenn ich mich wieder erholt habe“, sagte der neue U23-Europameister im Ziel erschöpft, „warum Vladimir Parvatkin als eigentlicher Favorit disqualifiziert wurde, kann ich mir selbst nicht erklären.“

Michael Krause mit Kampfgeist

Mit einer starken zweiten Hälfte schob sich der Spanier Benjamin Sanchez noch auf den Silberplatz. In 1:23:30 Stunden erreichte er eine neue persönliche Bestzeit: „Ich freue mich, das ich die erste Medaille für die spanische Mannschaft holen konnte. Ich hoffte auf einen Platz unter den ersten Fünf. Die Zeit war für mich sehr gut.“

Ein taktisch geschicktes Rennen lieferte der Offenburger Michael Krause ab. Mit einer Zeit von 1:28:25 Stunden wurde er Siebter und landete damit einen Achtungserfolg. „Ich bin froh, dass ich mich soweit nach vorne gekämpft habe, aber am Schluss hat einfach die Kraft gefehlt“, erklärte er, „die U23-EM war für mich ein sehr wichtiger Höhepunkt, denn die EM-Qualifikation im nächsten Jahr wird wohl sehr schwer.“

Ulrike Giesa und Sabine Rumpf souverän

Souverän präsentierten sich die deutschen Medaillenanwärterinnen in der Diskus-Qualifikation. Die Fürtherin Ulrike Giesa hakte die geforderten 54 Meter bereits mit ihrem ersten Wurf (57,35 m) ab. „Ich habe noch sehr viel mehr drauf“, sagte sie, „aber das hebe ich mir lieber für morgen auf. Ich munkle mit Gold, aber ich will erst einmal meine Bestleistung abrufen und wieder über 60 Meter werfen.“


Ulrike Giesa
(Foto: Kiefner)

Sabine Rumpf (LSG Goldener Grund) übertrumpfte nach 52,98 Metern im ersten Durchgang schließlich mit dem zweiten Wurf auf 59,12 Meter die Teamkollegin. „Wenn der Wind im Finale noch einmal so günstig ist, könnten vielleicht die 60 Meter drin sein“, meinte die 22-Jährige, „bei mir hielt sich heute die Nervosität in Grenzen. Dass es mit dem ersten Wurf noch nicht geklappt hat, war nicht so schlimm. Ich war mir sicher, dass ich es schaffe.“

Nadine Müller machte es dann in der zweiten Gruppe ungeheuer spannend. Die Hallenserin zitterte sich nach zwei ungültigen Versuchen mit 53,37 Metern in das Finale. „Ich bin schwer in den Wettkampf gekommen und hatte ein paar technische Probleme“, sagte sie, „ich gebe aber die Hoffnung, im Finale unter die ersten Fünf zu kommen, nicht auf.“

DLV-Staffeln weiter

Die ohne den Frankfurter Einzelstarter Kamghe Gaba angetretene deutsche 4x400-Meter-Staffel der Männer erreichte im Vorlauf auf Platz vier in 3:06,24 Minuten über die Zeitschnellstenregelung das Finale.
 (fc)