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DLV-Truppe hat in Erfurt allen Grund zum Feiern


Jürgen Mallow
(Foto: Gantenberg)
[17.07.2005] „Wir werden die Prognose von zwanzig Medaillen gut übertreffen“, sagte Jürgen Mallow, Leitender Bundestrainer im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV), vor den abschließenden Wettkämpfen der Europameisterschaft U23 in Erfurt, „dass wir soviel Edelmetall gewinnen würden, hatte mir erst keiner geglaubt. Das Ergebnis ist fantastisch.“

Die Zwischenbilanz vor den Finale sieht durchaus beeindruckend aus. Drei Titel, insgesamt 16 Medaillen, elf persönliche Bestleistungen und eine WM-Norm. Dazu weitere zwölf Athleten auf den Plätzen vier bis acht. „Wir werden am Ende Grund zum Feiern haben.“

„Die U23-Europameisterschaft ist die Eintrittskarte zu den Großen“, sagte Jürgen Mallow, Leitender Bundestrainer im Deutschen Leichtathletik-Verband (DLV), und verdeutlichte damit, wer seine Hoffnungsträger auf dem Weg zu den großen Zielen Olympia 2008 in Peking und WM 2009 in Berlin sein können.

‚An mir kommt keiner vorbei’

„Wir haben Athleten, die kämpfen können und selbstbewusst auftreten“, lobte er und nannte als Paradebeispiel den Titelträger im Diskuswerfen, Robert Harting (SCC Berlin), der beim Einmarsch der Athleten zum Finale trotz seiner Nervosität vorne weg marschierte, getreu dem Motto ‚An mir kommt keiner vorbei’.

Auch Prof. Dr. Eike Emrich, DLV-Vize-Präsident Leistungssport, machte ähnliche Beobachtungen: „Ich habe hier in Erfurt einen neuen Typus von Athleten ausmachen können. Diese Athleten sind auch sehr selbstreflektierend eingestellt.“

Pause für Stefan Wieser

Der Ausblick auf die noch anstehenden zwanzig Entscheidungen fällt im DLV-Lager positiv aus. „Es werden am Ende ungefähr zwei Drittel aller Athleten, die angetreten sind, im Finale sein“, rechnete Jürgen Mallow hoch.


Stefan Wieser
(Foto: Gantenberg)

Nicht mehr im Einsatz ist am Sonntag der Dritte über 100 Meter, der Leverkusener Stefan Wieser, der mit allem Risiko ins Ziel gelaufen war und dort stürzte. Der Verdacht auf eine Schultereckgelenkssprengung bestätigte sich, was rund vier bis sechs Wochen Pause bedeutet.

Ohne ihn muss die deutsche 4x100-Meter-Staffel heute um Medaillen sprinten, während der 4x400-Meter-Staffel der Silbermedaillengewinner Kamghe Gaba (LG Eintracht Frankfurt) zur Verfügung steht. Er wird vermutlich an Position zwei und nicht am Schluss laufen.
 (fc)